4. Brockenfrühstück

4.Brockenfrühstück – Sonnenaufgang auf dem Brocken

Als das Listing GC6VD6A erschien, war ich erst mal skeptisch, es sah sehr interessant, nach jeder Menge Spaß und Anstrengung aus. Ich überlegte erst ernsthaft über diese verrückte Idee nach als der Ruf aus der Entfettungsgruppe klang. Wie ihr ja alle mitbekommen habt bin ich ja fleißig dabei Kilos zu verlieren. Einige Mitmacher der #rgdeec Truppe vom Raidenger-Podcast nehmen sich den Brocken vor und natürlich soll ich dabei sein. Ich entschloss mich einfach mal in der Peitzer und Cottbuser Cacherszene nach zu fragen, wer denn Interesse hätte mich zu diesem Event zu begleiten. So kam es das sich einige Leute zusammenfanden um das Vorhaben zu verwirklichen. Die Truppe Dumper164, Wanderer1957, tillboy715 wurde noch um den FTF-Hunter palk bereichert und begleiteten mich zum Brockenfrühstück.

Wir starteten 00:30Uhr in Cottbus um pünktlich um 08:21Uhr den Sonnenaufgang  zu bestaunen. Auf der Autobahn Richtung Magdeburg trafen wir dann auf Team MiVaMaJa, die sich spontan entschlossen die Tour ebenfalls anzugehen. Aber es sollte nicht so Reibungslos ablaufen wie gedacht, denn der CacherBulli bekam einen fast platten Reifen. Eigentlich nur durch Zufall bemerkt als eine Tankstelle aufgesucht wurde. Also Luft nachgetankt und erst mal weiter. Der Entschluss bei der nächsten Raststätte die ganze Sache noch einmal zu kontrollieren war genau richtig, denn die Luft war wieder fast raus. Also das Kommando raus aus dem Bus, wir müssen das Reserverad anschrauben. Gesagt, getan, in Windeseile war der Bus aufgebockt und das Rad wurde gewechselt. Die Ankunftszeit verschob sich nun nach hinten. So kamen wir erst 30 Minuten später beim Treffpunkt am Brocken an.

Jetzt hieß es Aufstieg, mit Kopflampen, gepacktem Rucksack ging es auf in Richtung Gipfel. Was sich daheim noch so als kleine Herausforderung anhörte, nahm hier  Realität in vollem Ausmaß an. Es war anstrengend. Es war sehr  sehr sehr anstrengend. Mit jedem Höhenmeter floss Schweiß, die Beine wurden schwerer und schwerer. So fühlte sich der letzte Kilometer wie eine Ewigkeit an. Eine Strecke die einfach nicht kürzer werden wollte. Oben wurden wir dann belohnt, mit guter Laune und bestem Wetter für einen Sonnenaufgang den man nicht alle Tage erlebt.

Nun konnte ich auch endlich einige Menschen treffen, die ich bisher nur aus Podcasts, Blogs oder Chatgruppen kenne. Leeni von Encyklia.de mit dem Plüsch, Bobsonbob, glider74, Frank vom Podkst, der Landstuhler, den Gründel und noch viele andere nette Menschen.  hausche05 trafen wir hier oben, auch er hat den Berg gemeistert.

Bevor wir den Abstieg angetreten sind gab es noch ein Fotoshooting mit dem beliebten Frosch von unserem verrückten Hobby. Auf dem höchsten Punkt am Brocken konnte das verwirklicht werden.

Nach einer deftigen Erbsensuppe ging es dann wieder bergab, was nicht weniger leicht war. Die Sohlen brannten, die Beine schmerzten aber die Laune war in Hochstimmung. Alle waren heil oben und unten wieder angekommen, ab in den Bus und ein gemütliches Plätzchen zum Spätmittag finden. Bewaffnet mit einem Gaskocher, Bockwürstchen und Knacker wurde hier noch mal in Campermanier geschlemmt und der Tag genossen.

Wir haben den Brocken bezwungen. Es war ein riesen Spaß für die gesamte Truppe. Wir kommen wieder, das ist versprochen. Das nächste Frühstück findet am 16.12.2017 auf dem Brocken statt. Alle weiteren Infos findet ihr auf der Fan-Seite. Ich sage hier noch einmal Danke an alle die mich unterstützt und motiviert haben. Ich freue mich auf die nächste Veranstaltung.

Euer Urbivan aus Peitz

Powertrail oder Punktejagd?

Die Überschrift sagt ja schon alles, aber vorweg muss ich einige Dinge über mich erzählen. Powertrails kenne ich, habe ich aber noch nicht absolviert. Natürlich war ich schon in Cachegegenden an denen es Powertrails gibt, habe diese aber nicht als Trails absolviert, sondern immer Staffelweise verbunden mit einem Hundespaziergang, einem Naturausflug mit Picknickkorb, vielleicht 10 Dosen geloggt. Ihr kennt das sicherlich. Da ich auch einige Podcast über Geocaching höre, kannte ich auch ein Für und Wider der Trails. Da ich euch immer mit Infos auf dem neuesten Stand halte muss ich mir natürlich selbst mal ein Bild über Powertrails machen. Genau dieser Zeitpunkt war jetzt gekommen. Nun also zu meinem Abenteuer.

Alles begann mit meinem Cacherkumpel hausche05 der 5 Runden mit 90 Caches mit dem Fahrrad bewältigen wollte. Das war meine Gelegenheit mich spontan einzuklinken. Er freute sich das ich mit wollte und so kam es, das er pünktlich 06:00 Uhr vor meiner Tür stand. Cachermobil gepackt mit ECA und 2 E-Bikes. Also ging es los. Wir hatten knapp 2 Stunden Anfahrt bis zum Parkplatz und konnten noch reichlich schwätzen im Auto. Angekommen an den Parkkoordordinaten wurden die Räder abgeladen, die GPS Geräte noch einmal abgeglichen und die erste Dose angepeilt. Klar, ich bin Cacher, das macht Spass. Auf der ersten Runde loggen wir 20 Dosen in 2 Stunden, vermeldeten 2DNF und es ging wieder zum CM um die Räder aufzuladen. Weiter in Richtung Runde 2. Hier bemerkte ich den Powercacher in hausche05, denn er wollte einen strengen Zeitplan einhalten. Bislang war das auch machbar. Runde 2, ich hatte schon ein wenig Hunger und hab aus meiner Brotbox genascht. hausche05 meinte zu mir: „Nach der dritten Runde machen wir Pause“. Die zweite Runde war dann wirklich amüsant, alle noch voller Kräfte und immer wieder das „hier ich hab sie“! Die Zeit verging wie im Flug. Runde 2 absolviert, weiter zu Runde 3. Ich muss sagen es war stressig, ich hab es so empfunden. Was aber in mir vorging, war plättend. Ich fragte hausche05 ob es denn auch mal eine spannende Dose gäbe? Ich bekam eine Antwort, naja, ob die mir schmeckte?! „Es sind doch schöne Dosen, alle gepflegt, Logbucher aktuell und trocken“.  So ging es auf zu den anderen Runden. Das möchte ich nicht weiter ausweiten, denn es war ein Petling nach dem anderen, auch Filmdosen waren dabei.

Natürlich könnten wir auf unseren Radtouren fleißig mit einander reden. hausche05 hatte auch gemerkt das ich ein wenig geschwächt, entmutigt und abgeschlagen war. Aber: und das fand ich besonders gut, er stand dazu, es geht hier um die Statistik! Und das fand ich toll. Es ging ihm nicht um schöne Orte oder besondere Dosen, sondern nur Punkte! Dazu steht er auch, das sagt nicht jeder über sich selbst. Fazit des Tages waren 87 Funde, 6DNF und viel Spass. Ja, auch ich hatte viel Spass. Ich würde es auch wieder tun, aber niemals allein. Gern mit einem Freund der einem, diesen Tag zu einem besonderen macht. Denn ich steh gar nicht auf „Punkte sammeln“.

Als nächstes möchte ich das in meiner Homezone wiederholen, dann aber mit meiner Frau und schauen wie es ihr und mir gefällt. Ich kann mich bis jetzt nicht dafür begeistern, auch wenn es gut für Körper und Geist war. Vielleicht ändert sich das ja alles.

Jedoch eins ist mir auf der Tour endgültig klar geworden: Mich interessiert diese Statistik nicht die Bohne. Jeder sollte das für sich selbst entscheiden und immer daran denken, das ist ein Hobby, der eine mag es so, der andere so. Aber macht euer Ding und lasst es euch nicht von anderen verderben. Macht Powerrunden, macht entspannte Caches und vor allem habt Respekt vor allen Ownern die sich die Mühe machen, Dosen zu legen. Denn ohne die Owner, ohne uns Suchende gäbe es dieses verrückte Hobby nicht. Ich werde erneut berichten, wenn ich und meine Frau mit dem Rad in der Homezone einen Trail absolviert haben.

Ganz zum Schluss noch einen großen Dank an hausche05 für diesen schönen Tag, mit Einblicken, Eindrücken und Erfahrungen an einem Powertrail.

Urbivan, Fürst von den Filmdosen