Es war einmal oder wie alles begann….

Am späten Winterabend im März 2014 kam unsere Nachbarin zu besuch.
Wir tranken Wein und redeten über die alltäglichen Dinge des Lebens.
Was mich wurmte, sie spielte den ganzen Abend auf ihrem Handy, bis ich sie letztendlich
fragte was sie da daddelt. Sie fing an von „moderner Schnitzeljagd“ zu erzählen.
Sogenanntes Geocaching. Naja, hab ich nie von gehört. Aber Janine – unsere Nachbarin – machte das irgendwie interessant, mit ihren Erklärungen. Im Laufe der Zeit ging das Thema auchwieder unter und so genossen wir unseren Abend.

Aber mir ließ das alles keine Ruhe. Janine meinte hier in Peitz gibt es mindestens fünf solcher „Dinger“ oder „Verstecke“, wie auch immer. Eins war mir zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, das mich dieses Spiel irgendwann so fesseln würde. Am nächsten Morgen, wir saßen am Frühstückstisch, fing ich damit nochmal an. Ich hab mir die App runtergeladen und mich angemeldet und schaute mir die Karte mal in aller Ruhe an. Und was soll‘s, es ließ mir ja keine Ruhe. So fragte ich meine Frau ob wir mit dem Hund einen Spaziergang machen. Ich war neugierig und wollte wissen
was es mit dem ganzen Geheimnis auf sich hat.

Am Parkplatz der Garkoschke angekommen, sah ich den Punkt auf dem Display
meines Handys. Diesen sollte ich nun suchen oder finden. Aber beim hin und her
laufen sprang dieser Punkt ebenso. Ich bin bestimmt vier mal dran vorbei, bis ich dann
den Schatz Nummer neun entdeckte. Der war recht klein, aber die Freude war riesig.
Es gab den „Mini-Zettel“ darin, der sich Logbuch nannte. Ich hatte ja noch
keine Ahnung von der ganzen Sache. Ich schrieb mich an platz fünf ein, in dieses kleine Ding, von dem ich gelesen hatte dass es hausche05 gehört. Wir suchten weiter, den ganzen Weg um den See. Ich fand ganz Stolz neun dieser Dosen – wie sie dann letztendlich heißen sollten – bis zum Nachmittag. Die Letzte war von einem Steinbeißer98, auch eine ganz tolle Idee dieses Versteck. Gern hätte ich noch mehr gefunden,
jedoch war mein Akku gleich null.

Eins stand am Abend fest, ich möchte noch mehr solcher Sachen finden, auch wenn ich
wieder vier Stunden suchen müsste. Es war aber nicht nur das suchen, von mir soll es so etwas auch geben. Das dauerte ewig bis ich dass alles verstanden hatte, mit dem Listing und dem Publish, aber letztendlich gingen zwei „Dosen“ in derselben Nacht noch Online.
Die „Nanobottle“ und die „Waldinsel“.

Früh hatte ich neun neue Emails von geocaching.com.
Es waren die ersten sechs Logs meiner eigenen „Dosen“. Ihr glaubt nicht wie ich mich
über diese Einträge gefreut habe, wie Romane geschrieben, auch hausche05 und
Steinbeißer98 haben meine „Dose“ gefunden. Auch unsere Nachbarin packte
das Fieber und aus Janine wurde jrichter. Die Suche wurde zum sieben Tage Erlebnis, nach sogenannten „Multis“- „Mysterys“-„Tradis“ und „Earth-Caches“.

Es ist nun über 1 Jahr her und es macht Spaß wie am Tag als alles begann.
Auch das Treffen mit gleichgesinnten fand in dieser Zeit statt, es war unser 1. Event,
einen Multi gab es zu holen und keiner ging mit null Funden nach Hause,
der Kolkwitzer Cacher-Frühling…

…bis bald im Wald

-Fortsetzung folgt, euer Urbivan-